Freitag, 19. Juni 2009

Urlaubszeit-Reisezeit


Holla - schon wieder ein paar Monate ´rum, seit dem letzten Beitrag. Der Grund für diesen ist ein schöner: nächste Woche geht´s mal wieder in Urlaub - Rhodos wird´s dieses Mal.

Eigentlich hatten wir zu Zweit vor, mit dem Cabrio schön durch die Sonne des Rosamunde - Pilcher - Landes zu touren. Eine konkretere Kalkulation über Fähre, Sprit, Übernachtungen, Essen, Eintrittsgelder in diverse Castles und Gardens und vor allem die B&B Unterkünfte haben uns dann eines Besseren belehrt. Keine Nacht in einem halbwegs netten Maison oder auf einer Farm gab´s unter 50 Pfund ( wo ist auf der Tastatur nur das Zeichen für Pfund?) - pro Nase, wohlbemerkt.

Und so setzten wir uns im Mai einen Nachmittag ans Internet und suchten die möglichen Reiseziele ab - übrig geblieben ist also Griechenland. Als alter Athos-Tourist freue ich mich auch schon wieder auf Retsina, Gigantes ( das sind die großen Bohnen mit einer leckeren Tomatensosse) und Kaffe Frappe´.

Im Preis ist sogar ein Mietwagen für die gesamten 14 Tage eingeschlossen. Und so habe ich mich im Web etwas schlau gemacht: der Süden der Insel ist noch (relativ) Touri-frei....dort werden wir dann die ein oder andere Wanderung mit einem der genannten oder anderen Spezialitäten beenden (nein, kein Gyros!).

In diesem Sinne - ich laß von mir hören.

Kalimera!

Donnerstag, 23. April 2009

die Krise kommt...oder geht?

Das Schöne an der Krise ist: der Mensch hat endlich mal ein anderes Thema als das Wetter auf der ständigen Bestenliste der Smalltalk-Inhalte.

Das war es aber auch schon.

Für mich in meinem Job kommt so langsam die Krise ebenfalls aus dem Loch. Im Normalfall ergeben sich Szenarien, wie bereits beschrieben ( siehe mein Beitrag hier von April letzten Jahres). Aktuell passiert allerdings eher folgendes:
Ein Kunde kommt und hat sein "Traumhaus" gefunden, welches natürlich sofort zu finanzieren ist. Dummerweise kommt der Kunde 10 Jahre zu früh, da sich leider noch keine Möglichkeit ergeben hat, Eigenkapital aufzubauen. Ebenfalls dumm, daß er trotzdem statt dessen gut leben wollte und für das neue Auto, den Flachbildschirm und die neue Einbauküche so nebenher schon einmal 20 - 40 ooo,-€ Kredit aufgenommen hat und diese bereits länger mit insgesamt fast 900,-€ mtl. abzahlt.
Tja, und wenn dann noch die schon lange geplante Existenzgründung gerade einmal 6 Monate her ist, da kann es den Banken in der aktuellen Situation schon einmal gar nicht Recht sein, einen neuen Kunden zu bekommen.

Die Folge: keine Finanzierung für den Kunden, kein Umsatz für mich...

Fall 2: Kunde ist nach dem Studium seit 6 Monaten frisch in den ersten Job eingestiegen und müßte eigentlich die ersten Schritte in Sachen Rente und Absicherung unternehmen ( sprich: Sparen). Da nun sein Arbeitgeber aber ein einwandfrei arbeitender Zulieferer der Kfz-Industrie ist und da bekanntlich die Zeichen ebenfalls auf Sturm stehen, ist der Arbeitsplatz für den Jung-Akademiker bei Weitem nicht so sicher, wie er sich das wünschen würde. Die Folge: erst einmal lieber keine langfristigen Verträge ans Bein binden ( Anm. d. R.: voll verständlich..).

Also: auch kein Umsatz.

Fall 3: der Kunde aus Fall 1 kommt MIT Eigenkapital, und zwar mit richtig viel. Dumm nur, daß das Eigenkapital in einem der 10 aktuell geschlossenen "offenen" Immobilienfonds liegt. Keiner kommt ran und keiner weiss wann....

Ergebnis: wie Fall1.

Und so kann man noch 1000 andere Beispiele nennen, wie die Krise auch in unserer Branche aktuell wütet. Klar klagt man gegenüber Hartz IV Empfängern oder anderen Betroffenen auf vergleichsweise hohem Niveau, trotzdem klagt man.

Der aktuelle Tip: eh ich mein Geld auf dem Tagesgeld-Konto bei ständig mickriger werdenden Zinsen die Nullrunde ( nach Inflation gerechnet) drehen lasse, suche ich mir lieber eine erstklassige Immobilie ( Lage, Lage und was noch? richtig: Lage!) für mich zum selbst bewohnen oder einen solventen Mieter.

Montag, 2. März 2009

Nichts ist beständiger als der Wechsel..


..sollte man meinen.

Zumindest ich meine es, wenn ich meinen Post von Mitte Februar lese. Die Welt ist wieder bunt und nett.
Warum? Nun, ein paar Details hier, ein wenig Lektüre da , und schon stellt man fest, daß es immer erst einmal an einem selbst liegt, wie das Leben läuft. Wenn ich morgens aufwache und mit miesepetrigem Gesicht ins Bad gehe, kann es schon nix werden....
Ein paar Minuten mit geschlossenen Augen denken, was es alles an positiven Dingen heute gibt, die ich lenken kann ( gesundes Frühstück, nach dem Job Fitness einplanen, neue Rezepte beim Kochen versuchen etc. pp.) - wirkt Wunder.
Und das mit dem mens sana in dem corpore sano stimmt nun einmal: versucht es selbst.
Aber auch da gilt - wie bei den guten Vorsätzen zu Sylvester - dran bleiben! Und daher habe ich jetzt für heute genug geschrieben. Ich muß noch was tun - tschüß!

Mittwoch, 18. Februar 2009

die große Schaffenskrise


Zwei Monate schon wieder rum seit den guten Vorsätzen für 2009!

Aber ich bin gar nicht so schlecht im Rennen: zumindest die Fitneß-Routine habe ich bis jetzt durchgehalten: 2 Mal die Woche geht es in´s Studio. Macht sogar Spaß, wenn man die Fortschritte beobachten kann. Hier ein Kilo mehr Eisen drauf, da ein paar Sit-Ups pro Woche dazu - schon fühlt man sich als hätte das fortschreitende Alter bei einem kernigen Typ wie mir keine Chance.

Das ist es aber auch, was im Moment gut läuft.

Um es auf den Punkt zu bringen: nichts ist, wie es sein sollte. Kennt Ihr sowas auch? Job, Partnerschaft, Finanzen, Gesundheit - alles scheint im Moment ein Eigenleben zu führen und überhaupt nicht dem zu entsprechen, was man mal ganz ursprünglich damit vorhatte. Erlaubt mir also ein kurzes Sum-Up meiner teilweise bedrohlichen Lebensfragen.

Ist jetzt meine große Lebens- und Schaffenskrise angebrochen?
Wird 2009 das Jahr, in dem ich den Sinn meines Lebens suchte?
Schlägt jetzt die Stunde meines Coming-Outs im Übertritt zum Buddhismus? (Wobei ich gar nicht übertreten könnte - das würde ja bedeuten, daß ich schon vorher irgendwo dazu gehörte, was als nicht Getaufter ja nicht der Fall ist.)
Soll ich diesen Job wirklich noch geschätzte 10-20 Jahre weitermachen? Das kann es doch nicht sein. Und wenn nicht, welchen dann ?
Und kann mir ein Psychologe wirklich sagen, warum ich immer Grummeln im Bauch habe, wenn ich mit bestimmten Leuten telefoniere?
Kommt mein Konto auch ohne Hauptgewinn zu meinen Lebzeiten mal wieder aus den Miesen? Werde ich den blöden Schnupfen noch rechtzeitig vor Karneval los?
Und warum hab ich immer kalte Hände?
Und wird mein Käfer auch anspringen, wenn ich ihn dann verkaufen will?

Wo anfangen?

Tja, so sieht es aus. Hoffnungslos.

Dienstag, 23. Dezember 2008

Gut gerüstet..


..die Festivitäten können starten.

Ente wird heute aufgetaut, Wein kaufe ich heute Nachmittag, Geschenke sind alle verpackt, Baum steht - noch im Netz - auf der Terrasse. Zutaten muss ich auch noch besorgen ( nicht für den Baum, für die Gans!).

Dann kommen drei Mal gutes Essen und anschliessend habe ich hoffentlich "zwischen den Tagen" mal Zeit, ins Fitneß-Studio zu fahren und wenigstens den gröbsten Ansätzen von Fett den Kampf anzusagen (Stand vor dem grossen Fressen : 74,5 kg). Ach nein, mir fällt ein, wir wollten ja den Keller Samstag /Sonntag aufräumen! Na, da hab ich Lust zu , nee, nee, nee...

Am Montag geht´s dann über Sylvester an die holländische See. Lesen, Spaziergänge, Fondue am 31. abends - und alles in Ruhe! Kein laptop - versprochen.

Wenn am 5. 1. dann die Republik wieder zu ihren Arbeitsplätzen strömt( zumindest die, die einen haben), bin ich auch dabei.

Tja, und dann wollen wir mal sehen, was uns so in 2009 erwartet: neue Sekretärin, Heinrich V. ( mein Käfer aus früher erschienen Artikeln) steht zum Verkauf und wartet auf einen Liebhaber, hoffentlich nicht doch noch Schnee, Obama startet durch, Tochter wird 18, Bundestagswahl ( die erste für eben diese Tochter!) im September. Und daß ich Weihnachten nicht zuhause sein werde, habe ich ja schon im letzten Artikel geschworen.

Gut, daß ich mir das Rauchen nicht mehr abgewöhnen muss, fällt mir bei guten Vorsätzen für 2009 ein - das Thema ist für mich schon seit ca. 30 Jahren durch. Dafür hoffe ich jetzt endgültig auf mein ausreichendes Durchhalte-Vermögen bei meinem Fitneß-Abo. Zwei Mal die Woche soll es wohl werden. Wir werden sehen.

In diesem Sinne - kommen Sie gut rüber. Bis zum Wiederlesen in 2009!

Freitag, 5. Dezember 2008

Die notwendigen Dinge im Leben







Welche sind das?





Ein Deko-Rentier mit LED Beleuchtung -24,99€,
der Glühwein- und Punschbereiter für 59,90€,
der Hunde-Anorak mit Klettverschluß für 19,99€,
ein Lineal mit Entenkopf - Sterling Silber - für 230 € .
Wer die Liste mit Stirnrunzeln zur Kenntnis nimmt, ist mir sympatisch.

Bedenklich finde ich die kleinen Schildchen auf der Homepage des Kaffeerösters neben diesen Artikeln : "online bereits vergriffen". (Ausnahme: Enten-Lineal - das stammt aus einem Schaufenster in Mailand).
Tja, dann tauchen doch jetzt zwei Probleme gleichzeitig auf: kommt der 500,-€ Wirtschafts-Ankurbel-Scheck der Bundesregierung noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft? Und wenn ja, gibts denn dann noch alles, was ich haben muss?
Und wer macht damit was? Ist der Hartz-IV Empfänger eventuell bereit, in ein richtiges Buch zu investieren, was ( laut Statistik) gerade bei "bildungsfernen Schichten" zu einem nicht vorhandenen Gegenstand im Haushalt aufsteigt ( oder absteigt?). Obwohl man meint, da wäre ja nun genug Zeit zu Lesen ( rein statistisch).
Oder wird alles in Zigaretten, Tiefkühl-Pizzen, Wodka und Flachbildschirme investiert?
Und wem trägt die überwiegend vorhandene Mittelschicht den Scheck an die Laden-Theke? Unverhofft, netto und nicht produktgebunden kann hieraus ebenso der Städtetrip nach Tallin entstehen wie die Teil-Effektlackierung für den Spoiler des 3-er Cabrios. Der Mensch freut sich.
Und wer denkt an die Manager? Mal wieder keiner! Ich kann nur hoffen, daß man diesen Scheck auch wirklich schrankenfrei nutzen darf. Dann sollte er doch von dieser Spezies bequem als Anzahlung des Arbeitslohns für die Veredelung verschiedenster Körperteile der Gattin dienen können. Das Gesprächsthema auf der nächsten Bussi-Vernissage: "aus Dankbarkeit zur Bundesregierung habe ich mir die Nase nach der Merkel machen lassen...".
"Sponsored by..." O.k.- das geht zu weit.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Stihille Naacht..


erschreckend.... schon wieder ein halbes Jahr seit dem letzten Eintrag rum.

Nicht, daß ich zwischenzeitlich nichts zu sagen gehabt hätte, von dem ich mir wünsche, daß es jemand liest - nein. Aber es war wohl nicht wichtig, denke ich mir im Nachhinein.

Oha - denkt der Leser - jetzt kommt also was Wichtiges! Nicht wirklich, muss ich dann sagen, aber ein paar Sachen müssen einfach mal wieder raus.

Was sind die Worte, denen ich diesen Monat einen durchweg unangenehmen Spitzenplatz in der vorweihnachtlichen Hit-Liste gebe?
"Laub fegen" war gestern. "Eiskratzen" ist angesagt. Und gleich kommt wieder das schlechte Öko-Gewissen wegen Motor laufen lassen und so...
"Geschenke suchen" - noch so ein Moloch, der sich alljährlich auf mich zubewegt. Es fallen einem wieder alle Sünden ein - die eigenen und die der mich Beschenkenden. Mittlerweile stapeln sich 5 Schals in meiner Schublade - beim 5. habe ich was gesagt. Es gibt immer ein paar Menschen, da fällt mir einfach nix ein. Es läuft dann auch immer auf Bücher oder so hinaus, was ich persönlich doof finde, aber da ich nichts genannt bekomme...
"Fress-Marathon": an welchem Feiertag is(s)t man wo und wird durch drei Gänge, Pralinen, Wein und Plätzchen gejagt? Könnte man diese Tage doch mal etwas entzerren und übers Jahr verteilen! Als studierter BWLér habe ich vor 30 Jahren mal gelernt, dass der Grenznutzen der letzten Mahlzeit am geringsten ist. O.k., das Beispiel war damals in der Vorlesung ein anderes, aber das Prinzip ist dasselbe.
"Weihnachten bin ich weg" - diesen Schwur leiste ich jedes Jahr. Dieses Jahr war es ein kurzes Aufbäumen, da meine Tochter jetzt auch nochmal unterm Baum feiern wollte ( o.k.- sie ist 17 und wer weiß, wie lange man noch zusammen feiert, wenn die Schule zu Ende ist). Wahrscheinlich sitzt sie nach dem Abi zu Heilig Abend lieber mit Freund und/oder WG in der eigenen Bude und das könnte ich ihr nicht mal verübeln, da es bei mir auch nicht anders war. Aber ich schwöre: nächstes Jahr bin ich in der Sonne und beschere den Korallen.
"Steuererklärung": ein in sich schon abturnender Begriff, sobald er im Kalender auftaucht! Nur jetzt vielleicht die Gelegenheit, sich für wenige Stunden gedanklich aus dem Vorweihnachts-Stress zu verabschieden. Den Ratschlägen meiner Steuerberaterin folgend ("bitte kopieren Sie die Belege mit Thermopapier, da diese nach kurzer Zeit schon verblassen und bei einer evtl. Betriebsprüfung nicht mehr lesbar sind") begebe ich mich also jetzt an den Kopierer.
Wann ich wieder komme? Who knows?